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	<title>Praxis Steven Jones | Psychologe (M.Sc.)</title>
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	<description>Praxis für Testdiagnostik, Psychologische Beratung und Neurofeedback in Frankfurt und Karlsruhe. Schwerpunkte: ADHS, Schulpsychologische Gutachten und Neurofeedback.</description>
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	<title>Praxis Steven Jones | Psychologe (M.Sc.)</title>
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		<title>Die Neurofeedback Trainingsmethode</title>
		<link>https://praxis-jones.de/die-neurofeedback-trainingsmethode/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jakob Krämer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2020 19:48:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihr Gehirn ähnlich wie beim Muskeltraining trainieren, um bessere Ergebnisse bei Entscheidungen, dem Erlernen einer neuen Sprache oder dem Ablegen einer schlechten Gewohnheit zu erzielen. Die gute Nachricht ist, dass wir heute wissen, wie dies erreicht werden kann. Mit Hilfe einer einzigartigen, nicht-invasiven Methode, dem sogenannten&#160;Neurofeedback&#160;(oder Neurotherapie), können Sie [&#8230;]</p>
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<p> Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihr Gehirn ähnlich wie beim Muskeltraining trainieren, um bessere Ergebnisse bei Entscheidungen, dem Erlernen einer neuen Sprache oder dem Ablegen einer schlechten Gewohnheit zu erzielen. Die gute Nachricht ist, dass wir heute wissen, wie dies erreicht werden kann. Mit Hilfe einer einzigartigen, nicht-invasiven Methode, dem sogenannten&nbsp;<strong>Neurofeedback</strong>&nbsp;(oder Neurotherapie), können Sie ein neues Erfolgsniveau erreichen. Die meisten Menschen sind mit dem Begriff &#8222;Neurofeedback&#8220; und der dahinterstehenden Wissenschaft nicht vertraut, also veranschaulichen wir das, indem wir einen Blick auf das Gesamtbild werfen. Neurofeedback ist ein Subtyp von&nbsp;<strong>Biofeedback</strong>, was eine Methode ist zu lernen, wie man seine physiologischen Prozesse einschließlich Herzfrequenz, Hauttemperatur und -leitfähigkeit oder sogar mentale Prozesse (Gehirnströme) kontrolliert. Durch die Kombination von biologischen Informationen mit einer Rückkopplungsschleife und operanter Konditionierung können wir das Nervensystem trainieren seine Regulationsprozesse anzupassen. </p>



<p>Die oben genannten Informationen bilden die Grundlage für das &#8222;Feedback&#8220; während des Trainingsprozesses, was auf viele Arten erfolgen kann &#8211; von Licht, das an und aus geht, über einen Film, ein Lied oder ein Spiel, das auf die gesammelten biologischen Informationen reagiert. Das Konzept der operanten Konditionierung ist eigentlich ganz einfach zu verstehen &#8211; es ist eine Art zu lernen, indem man ein bestimmtes Verhalten belohnt oder hemmt, je nachdem, ob es gewünscht wird oder nicht. Als eine Kategorie des Biofeedbacks hat das Neurofeedback die Aufgabe, die Gehirnströme mit dem&nbsp;<strong>Elektroenzephalogramm (EEG)</strong>&nbsp;zu überwachen. Mit dieser Methode sammelt der Therapeut Informationen über die Aktivität des Gehirns, auch bekannt als Gehirnwellen, und sendet sie an den Klienten zurück, wobei er eine Feedbackschleife erstellt. Alle Arten von Biofeedback verwenden einen Computer oder ein Überwachungsgerät zusammen mit elektronischen Sensoren oder Elektroden, die die elektrische Aktivität des Körpers erfassen. Die Aktivität wird dann von einem Computer verstärkt und verarbeitet.</p>



<p>Der Therapeut erleichtert die Rückkopplungsschleife, indem er bestimmte Schwellenwerte festlegt, die über- oder unterschritten werden müssen, um einen positiven Reiz zu erreichen. Das kann z.B. die Zunahme der Musiklautstärke oder die Helligkeit eines Films sein. Abhängig von der Rückmeldung nimmt das Gehirn diese Reaktion als Belohnung oder Strafe wahr. Das Gehirn sucht dann weiter nach dem belohnenden Feedback, ähnlich wie ein Hund, der nach gutem Verhalten ein Leckerli erhält. Durch regelmäßiges Neurofeedback-Training lehrt das Gehirn, seine Aktivitätsmuster aktiv anzupassen, was letztendlich zu einer Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten und des Wohlbefindens führt. Die Fähigkeit des Gehirns, sich an seine Umgebung oder seinen externen Input anzupassen, wird auch als&nbsp;<strong>Neuroplastizität</strong>&nbsp;bezeichnet, die in einem separaten Artikel erläutert wird. Einfach ausgedrückt, lehrt Neurofeedback das Gehirn, die &#8222;richtige&#8220; Menge an Wellen an den &#8222;richtigen&#8220; Stellen zu produzieren. Das Ergebnis ist ein besser funktionierendes Gehirn. Zu Beginn eines Therapiezyklus wird empfohlen, ein sogenanntes&nbsp;<strong>quantitatives Elektroenzephalogramm (qEEG)</strong>&nbsp;durchzuführen, eine genauere Methode, um zu messen, wie die&nbsp;<strong>gesamte Oberfläche des Gehirns Informationen verarbeitet</strong>. Das qEEG basiert auf einem internationalen System zur EEG-Aufzeichnung und verwendet 19 aktive Elektroden an festgelegten Positionen. Die Daten werden dann mit Normwerten verglichen, die auf Alter und Geschlecht abgestimmt sind. Die Analyse zeigt statistische Abweichungen in der Gehirnfunktion. Diese so genannten Brainmaps ermöglichen es dem Therapeuten, ein individuelles Trainingsprotokoll zu entwickeln, das auf die relevanten Bereiche des Gehirns ausgerichtet ist.</p>



<p>Wichtig ist auch, dass die Forschung gezeigt hat, dass die&nbsp;<strong>Wirksamkeit von Neurofeedback stark von der Kompetenz des Therapeuten abhängt</strong>&nbsp;(Enriquez-Gepper et al., 2019). Dazu gehört ein umfassendes Verständnis der neurobiologischen Mechanismen, die der Gehirnfunktion zugrunde liegen, der wissenschaftliche und technologische Hintergrund der Trainingsmethode, ein tiefes Verständnis der psychologischen Faktoren, die dem Training zugutekommen oder es behindern können, und das Wissen, wann bestimmte Frequenzbänder an bestimmten Positionen der Gehirnoberfläche trainiert werden sollten und wann nicht.</p>



<p>​</p>



<p>Literatur</p>



<p>Enriquez-Geppert, S., Smit, D., Pimenta, M. G., &amp; Arns, M. (2019). Neurofeedback as a Treatment Intervention in ADHD: Current Evidence and Practice.&nbsp;Current psychiatry reports,&nbsp;21(6), 46</p>



<p>Heiler, P. (2017). brainboost. Abgerufen von&nbsp;<a href="https://brainboost.de/neurofeedback-medizinisch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://brainboost.de/neurofeedback-medizinisch/</a></p>
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		<title>Das menschliche Gehirn</title>
		<link>https://praxis-jones.de/das-menschliche-gehirn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jakob Krämer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2020 19:47:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erleben, fühlen, denken, bewegen, verhalten; das alles steuert unser Gehirn. Aber was ist das eigentlich, das Gehirn, das Organ, das für so vieles im Leben verantwortlich ist? Es besteht aus vielen verschiedenen Teilen, die alle eine bestimmte Funktion haben, oder in Kombination mit anderen Strukturen funktionieren. Einige wichtige Strukturen liegen an der Oberfläche des Gehirns, [&#8230;]</p>
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<p>Erleben, fühlen, denken, bewegen, verhalten; das alles steuert unser Gehirn. Aber was ist das eigentlich, das Gehirn, das Organ, das für so vieles im Leben verantwortlich ist? Es besteht aus vielen verschiedenen Teilen, die alle eine bestimmte Funktion haben, oder in Kombination mit anderen Strukturen funktionieren. Einige wichtige Strukturen liegen an der Oberfläche des Gehirns, des&nbsp;<strong>Kortexes oder Großhirnrinde</strong>, andere auch darunter, quasi im Inneren. Die Großhirnrinde wirkt gefaltet, wodurch die eigentliche Oberfläche viel größer ist als sie scheint. Die Vertiefungen werden als Sulci bezeichnet, die Erhebungen als Gyri. Der Kortex kann in vier große funktional verschiedene Bereiche aufgeteilt werden. Der hinter der Stirn liegende Bereich wird als&nbsp;<strong>Frontalkortex</strong>&nbsp;bezeichnet und reicht etwa bis zur Mitte des Gehirns. Dahinter anschließend liegt der&nbsp;<strong>Parietalkortex</strong>, der im Hinterkopf dann auf den&nbsp;<strong>Okzipitalkortex</strong>&nbsp;trifft. Unterhalb des Frontal- und&nbsp;<strong>Parietalkortex</strong>&nbsp;liegt, quasi an den Schläfen beginnend, der&nbsp;<strong>Temporalkortex</strong>. Die meisten Strukturen des Gehirns sind doppelt angelegt, nämlich auf der linken und der rechten Hemisphäre, die durch die Fissura longitudinalis cerebri getrennt sind. Manchen Bereichen sind Funktionen klarer zuordbar als anderen. Sehr gut erforscht ist der Okzipitalkortex, der für visuelle Wahrnehmung, also das Sehen, verantwortlich ist. Zwischen dem Frontal- und Parientalkortex befindet sich der Sulcus centralis (Zentralfurche). Vor dem Sulcus centralis liegt der Bereich, der für Motorik verantwortlich ist, dahinter der somatosensorischer Kortex, zuständig für haptische Wahrnehmung von Umweltreizen oder der Eigenwahrnehmung, sowie für andere sensorische Informationen. Für eine feinere Beschreibung der Großhirnrinde kann die Einteilung in Brodmann-Areale genutzt werden, die den Kortex in 52 Areale und weitere Unterareal einteilt. Neben dem Großhirn gibt es auch ein&nbsp;<strong>Kleinhirn</strong>, was dem Namen entsprechend deutlich kleiner ist als das Großhirn, aber im Gegenzug eine deutlich höhere Zelldichte besitzt. Es ist für die Feinabstimmung der Motorik verantwortlich, aber auch an mehreren kognitiven Prozessen beteiligt. Auch das Innere des Gehirns kann in zahlreiche verschiedene Einheiten untergliedert werden, die verschiedene Funktionen haben. Zum Beispiel findet die Verarbeitung von Emotionen an verschiedenen Stellen im Innern des Gehirns statt. Eine besonders wichtige Struktur ist außerdem der&nbsp;<strong>Hirnstamm</strong>, der unter anderem für lebensnotwendige Funktionen, wie Atmung, Reflexe und Steuerung des Blutkreislaufs zuständig ist. Obwohl es viele anatomisch und funktional verschiedene Strukturen des Gehirns gibt, kann man es sich als ein riesiges Netzwerk vorstellen, beidem alle Teile miteinander verknüpft sind und meistens in Verbindung miteinander arbeitet.</p>



<p>​</p>



<p>Einige Erkenntnisse über die Lokalisation von Funktionen wurden durch Verletzungen des Gehirns in Einzellfällen gewonnen. So ein Fall ist zum Beispiel die Verletzung von Phineas Gage. Bei einer Explosion im Jahr 1848 schoss eine Metallstange von 3cm Durchmesser durch sein Gesicht, Frontalkortex und Schädel hindurch und beschädigte das Gehirn. Er überlebt diesen Unfall, wurde noch nicht einmal ohnmächtig und konnte direkt im Anschluss noch gehen und sprechen, auch seine Intelligenz und Erinnerung litt nicht darunter. Langfristig zeigte sich aber eine Auswirkung seines Unfalls. Seine Persönlichkeit hatte sich verändert. Er wurde zu einer unzuverlässigen, launischen und respektlosen Person. Freunde und Familie berichteten von einer kompletten charakterlichen Veränderung. Durch diesen Fall ist heute bekannt, dass Fähigkeiten zur Einhaltung von Regeln, ausführen von Handlungsplänen und Impulsivität im Frontalhirn verortet sind. Durch den Fall eines anderen Patienten konnte festgestellt werden, dass für die Bildung von Langzeiterinnerungen eine Struktur unterhalb des Kortex, im Innern des Gehirns nötig ist: der Hippocampus. Wo die gemachten Erinnerungen allerdings gespeichert werden lässt sich nicht so leicht beantworten. Patienten mit Sprachstörungen gaben Hinweise darauf, dass Sprache nicht nur an einem Ort im Gehirn stattfindet, sondern Satzbau und Grammatik an einer anderen Stelle verarbeitet wird als die semantische Bedeutung von Wörtern.</p>



<p>​</p>



<p>So viel dazu wo was im Gehirn geschieht. Aber was ist das Gehirn eigentlich? Zusammen mit dem Rückenmark bildet es das&nbsp;<strong>zentrale Nervensystem (ZNS)</strong>&nbsp;und besteht dementsprechend hauptsächlich aus Nervengewebe. Die Großhirnrinde besteht aus&nbsp;<strong>Nervenzellen</strong>, deren Nervenfasern ins Innere des Gehirns reichen und sie mit dort liegenden Nervenzellen verbindet. Bei einem Schnitt durch das Gehirn zeigt sich, dass die Nervenzellen grau erscheinen, während die Nervenfasern, mit Myelin umwickelt, weiß sind. Daher wird zwischen grauer und weißer Substanz unterschieden. Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen erfolgt über elektrische Impulse. Diese Aktivität der oberflächlichen Nervenzellen kann in vivo mittels Elektroenzephalografie (EEG) gemessen werden.</p>



<p>​</p>



<p>Unzählige Funktionen unseres Gehirns, ihre Lokalisation und das Zusammenspiel verschiedener Strukturen sind noch nicht ausreichend erforscht. Daher gibt es auch heute noch immer wieder neue, spannende Erkenntnisse, die unser Gehirn betreffen. Schlussendlich muss sich dabei auch die philosophische Frage gestellt werden, ob unser Gehirn komplex genug ist, seine eigene Komplexität jemals gänzlich zu verstehen.</p>



<p>Literatur</p>



<p>Damasio, H., Grabowski, T., Frank, R., Galaburda, A. M., &amp; Damasio, A. R. (1994). The return of Phineas Gage: clues about the brain from the skull of a famous patient. Science, 264(5162), 1102-1105.</p>



<p>​</p>



<p>Pinel, J. P., &amp; Pauli, P. (2012). Biopsychologie (Vol. 8). München: Pearson Studium.</p>
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		<item>
		<title>Burnout &#8211; Too much in my mind</title>
		<link>https://praxis-jones.de/burnout-too-much-in-my-mind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jakob Krämer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2020 19:43:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Burnout ist inzwischen ein bekanntes Phänomen in der Arbeitswelt. Durch Überlastung im Beruf kann sich ein Zustand einstellen, der von Betroffenen häufig ein als&#160;Gefühl des Ausgebranntseins&#160;beschrieben wird. Burnout ist in erster Linie ein mentaler Zustand, kann aber auch körperliche Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Mit dem neuen Klassifikationssystem ICD-11 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter [&#8230;]</p>
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<p>Burnout ist inzwischen ein bekanntes Phänomen in der Arbeitswelt. Durch Überlastung im Beruf kann sich ein Zustand einstellen, der von Betroffenen häufig ein als&nbsp;<strong>Gefühl des Ausgebranntseins&nbsp;</strong>beschrieben wird. Burnout ist in erster Linie ein mentaler Zustand, kann aber auch körperliche Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Mit dem neuen Klassifikationssystem ICD-11 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) der WHO, das ab 2022 gelten soll, wird Burnout als&nbsp;<strong>Syndrom</strong>&nbsp;beschrieben, nicht als eigenständige Krankheit. Demnach sind folgende Symptome charakteristisch für Burnout:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>(emotionale) Erschöpfung</li><li>zunehmende mentale Distanzierung vom Beruf oder negative/zynische Einstellungen gegenüber des Berufs (auch als Depersonalisation beschrieben)</li><li>reduzierte Leistungsfähigkeit</li></ul>



<p>Laut Definition ist Burnout klar in einen&nbsp;<strong>berufsbezogenen Kontext</strong>&nbsp;einzuordnen und kann bei zu hohem und lange&nbsp;<strong>anhaltendem Stress</strong>&nbsp;entstehen. Entscheidend ist dabei, dass nicht genügend Ressourcen zur Verfügung stehen um in passender Weise mit dem Stress umzugehen. Besonders gefährdet sind Berufsfelder, die viel Stress ausgesetzt sind, wie medizinische Berufe.</p>



<p>Von Burnout Betroffene merken häufig, dass sie bei der Arbeit unkonzentrierter, gestresst und überfordert sind und sie zudem häufig negative Emotionen haben, müde und gereizt sind. Die Burnout-Symptome ähneln stark Symptomen, die auch auch bei Depressionen typisch sind. In der Forschung besteht daher Uneinigkeit, ob Burnout eine Art Depression ist oder ob diese beiden Konzepte voneinander zu unterscheiden sind. Bekannt ist aber, dass Personen, die an Burnout leiden, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit an einer Depression erkranken als die durchschnittliche Bevölkerung.</p>



<p>Unabhängig davon, wie Burnout einzuordnen ist, wird es von Betroffenen als stark belastend empfunden. Der Schlüssel zum Bekämpfen von Burnout besteht darin, mit bewusster Entspannung dem durchgehenden Stress etwas entgegenzusetzen. Das kann beispielsweise mittels Sport oder Meditation erreicht werden. Auch Neurofeedback kann helfen, das Gehirn von seinem Dauerstress zu befreien, indem gezielt&nbsp;<strong>entspannte Gehirnaktivität trainiert</strong>&nbsp;wird. Auch feste Termine, die der Entspannung dienen sollen, können helfen, da sie im stressigen Alltag weniger leicht abgesagt werden als das Vorhaben am Abend joggen zu gehen. Mit Entspannungstraining zum Abbau von Stress und Aufbau von Stressresistenz kann&nbsp;<strong>Neurofeedback sowohl als Therapie, als auch als präventive Maßnahme</strong>&nbsp;eingesetzt werden.</p>



<p>Neben zum Teil schwerwiegenden Auswirkungen auf Betroffene, kann Burnout als stressinduziertes Syndrom auch Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, die mit zunehmend mehr Arbeitsausfälle umgehen muss. Um diese Entwicklung zu reduzieren bieten sich unter anderem präventive Vorgehen an, die auf Stressreduzierung und ein Erlernen von gesundem Umgang mit Stress ausgerichtet sind.</p>



<p>​</p>



<p>Literatur</p>



<p>Awa, W., Plaumann, M., &amp; Walter, U. (2010). Burnout prevention: A review of intervention programs. Patient Education and Counseling, 78(2), 184-190.</p>



<p>Bianchi, R., Schonfeld, I. S., &amp; Laurent, E. (2015). Burnout–depression overlap: A review. Clinical Psychological Review, 36, 28-41.</p>



<p>Bundesministerium für Gesundheit. (2019). Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens am Arbeitsplatz. Retrieved from&nbsp;<a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/betriebliche-gesundheitsfoerderung/gesundheit-und-wohlbefinden-am-arbeitsplatz.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/betriebliche-gesundheitsfoerderung/gesundheit-und-wohlbefinden-am-arbeitsplatz.html</a></p>



<p>World Health Organization. (2019). Burn-out an &#8222;occupational phenomenon&#8220;: International Classification of Diseases. Retrieved from&nbsp;<a href="https://www.who.int/mental_health/evidence/burn-out/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.who.int/mental_health/evidence/burn-out/en/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Biofeedback und Neurofeedback</title>
		<link>https://praxis-jones.de/biofeedback-und-neurofeedback/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jakob Krämer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2020 19:40:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Biofeedback ist eine Methode zur Regulationsverbesserung physiologischer Prozesse des Körpers. Es handelt sich dabei um ein non-invasives Verfahren, da nicht von außen in die körpereigenen Prozesse eingegriffen wird. Vielmehr findet eine Lenkung der Aufmerksamkeit auf diese Prozesse statt. Biofeedback kann als Überbegriff des Regulationstrainings verschiedener physiologischer Prozesse verstanden werden. Häufig wird mit kardialer Aktivität, wie [&#8230;]</p>
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<p>Biofeedback ist eine Methode zur Regulationsverbesserung physiologischer Prozesse des Körpers. Es handelt sich dabei um ein non-invasives Verfahren, da nicht von außen in die körpereigenen Prozesse eingegriffen wird. Vielmehr findet eine Lenkung der Aufmerksamkeit auf diese Prozesse statt. Biofeedback kann als Überbegriff des Regulationstrainings verschiedener physiologischer Prozesse verstanden werden. Häufig wird mit kardialer Aktivität, wie der Herzfrequenz, Muskelspannung und elektrodermaler Aktivität, wie Hautleitfähigkeit, gearbeitet. Auch andere unbewusste Funktionen des autonomen Nervensystems, wie Blutdruck, Körpertemperatur und Atmung, können mittels Biofeedback trainiert werden. Da diese verschiedenen Parameter im Alltag für gewöhnlich nicht bewusst wahrgenommen werden, wird ihre Veränderung durch externe Signale rückgemeldet. Töne oder visuelle Eindrücke dienen als Information darüber, ob sich der entsprechende Parameter in die gewünschte Richtung verändert hat. Durch die Rückmeldung in Echtzeit kann ein Gespür dafür erlernt werden und eine willentliche Regulation erfolgen.</p>



<p>Neurofeedback ist eine Art des Biofeedbacks, die sich auf Regulationsmechanismen der Gehirnaktivität beschränkt. Die Ableitung der Aktivität erfolgt meistens durch Elektroenzophalografie (EEG). Damit ist Biofeedback der Überbegriff, der sich grob in die beiden Kategorien peripheres Feedback und Neurofeedback einteilen lässt.</p>



<p>Abhängig von den Beschwerden und dem Behandlungsgrund wird die Gehirnaktivität oder ein anderer physiologischer Parameter trainiert. Neurofeedback mittels EEG eignet sich laut Studienlage beispielsweise bei Epilepsie, generalisierter Angststörung, Schlafstörung oder ADHS. Andere Formen des Biofeedbacks eigene sich beispielsweise bei chronischen Rückenschmerzen, Fibromyalgie, Harninkontinenz, Durchblutungsstörungen, wie das Raynaud-Syndrom, oder chronischem Erschöpfungssyndrom.</p>



<p>Je nachdem, was behandelt werden soll, können Bio- und Neurofeedback auch kombiniert eingesetzt werden, um die Effektivität der Behandlung zu erhöhen. Als Beispiel kann bei Einschlafstörungen eine Kombination aus Neurofeedbacktraining und Regulationstraining zur entspannten Muskelaktivität helfen sich in einen entspannten Zustand zu versetzen um leichter einzuschlafen. Sowohl Biofeedback, als auch die Unterkategorie Neurofeedback, sind in vielen Fällen allerdings keine ausreichende Therapie für schwerwiegende Krankheiten, können aber unterstützend eingesetzt werden.</p>



<p>​</p>



<p>Literatur</p>



<p>Arns, M., De Ridder, S., Strehl, U., Breteler, M., &amp; Coenen, A. (2009). Efficacy of neurofeedback treatment in ADHD: the effects on inattention, impulsivity and hyperactivity: a meta-analysis. Clinical EEG and neuroscience, 40(3), 180-189.</p>



<p>Ney, R. (23.03.2009) Biofeedback: Entspannung für schlafgestörte Patienten. Ärzte Zeitung. Retrieved from&nbsp;<a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Biofeedback-Entspannung-fuer-schlafgestoerte-Patienten-364803.html." target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Biofeedback-Entspannung-fuer-schlafgestoerte-Patienten-364803.html.</a></p>



<p>Schoenberg PL, David AS.&nbsp;<a href="https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/linkout/10.1055/s-0034-1387320/id/JR910-6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Biofeedback for psychiatric disorders: a systematic review</a>. Appl Psychophysiol Biofeedback 2014; 39: 109-135</p>



<p>Tan, G., Thornby, J., Hammond, D. C., Strehl, U., Canady, B., Arnemann, K., &amp; Kaiser, D. A. (2009). Meta-analysis of EEG biofeedback in treating epilepsy. Clinical EEG and neuroscience, 40(3), 173-179.</p>



<p>Wiedemann M. (2016) Peripheres Biofeedback. In: Praxisbuch Biofeedback und Neurofeedback. Springer, Berlin, Heidelberg</p>



<p>Windthorst, P., Veit, R., Enck, P., Smolka, R., Zipfel, S., &amp; Teufel, M. (2015). Biofeedback und Neurofeedback: Anwendungsmöglichkeiten in Psychosomatik und Psychotherapie. PPmP-Psychotherapie· Psychosomatik· Medizinische Psychologie, 65(03/04), 146-158.</p>
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		<item>
		<title>Neurofeedback bei Angst- und Panikstörungen</title>
		<link>https://praxis-jones.de/neurofeedback-bei-angst-und-panikstoerungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob Krämer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2020 18:59:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die generalisierte Angststörung ist eine Art der Angststörung. Dabei wird die Angst nicht durch einen bestimmten Reiz ausgelöst, sondern ist unabhängig von der Umgebung und der Situation. Die Besorgnisse beziehen sich dabei in der Regel auf Ereignisse des Alltags, wie beispielsweise die Befürchtung, dass eine nahestehende Person einen Unfall erleiden könnte. Etwa 5 % aller [&#8230;]</p>
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<p>Die generalisierte Angststörung ist eine Art der Angststörung. Dabei wird die Angst nicht durch einen bestimmten Reiz ausgelöst, sondern ist unabhängig von der Umgebung und der Situation. Die Besorgnisse beziehen sich dabei in der Regel auf Ereignisse des Alltags, wie beispielsweise die Befürchtung, dass eine nahestehende Person einen Unfall erleiden könnte. Etwa 5 % aller Personen leiden im Laufe ihres Lebens an dieser Angststörung; dabei sind Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Symptome können variieren, umfassen aber typischerweise vegetative Symptome, wie Herzrasen und verstärktes Schwitzen. Hinzu kommen Atembeschwerden, Thoraxschmerzen, Beklemmungsgefühl, Ruhelosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit und Angst vor Kontrollverlust.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Neben der generalisierten Angststörung gibt es die Panikstörung, die etwas seltener auftritt. Sie äußert sich durch plötzliche angstbedingte, körperliche Reaktionen, wie Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Schwindel, Taubheitsgefühle, Übelkeit, Luftnot, Engegefühl in der Brust und ein Entfremdungsgefühl. Gleichzeitig tritt häufig Angst vor Kontrollverlust oder die Angst zu sterben auf. Die Symptome treten dabei in attackenartigen Episoden auf.</p>



<p>Durch die generalisierte Angst kann es bei Betroffenen zu absichtlichen Vermeidung von alltäglichem Verhalten kommen, das sie als risikoreich einschätzen, wie in den Urlaub zu gehen oder Auto zu fahren. Ebenso kann die Angst vor weiteren Panikattacken Betroffene stark in ihrem Alltag einschränken.</p>



<p>Beide Angststörungen lassen sich psychotherapeutisch, medikamentös oder mittels Neurofeedback therapieren. Wie bei den meisten psychischen Krankheiten, sind Angststörungen multifaktoriell bedingt; es gibt allerdings Hinweise darauf, dass Angststörungen mit ungleicher kortikaler Aktivität der Hemisphären im Frontalhirn einhergeht. Daher setzen viele Studien zu Neurofeedback und Angststörung daran an und trainieren die Symmetrie der Gehirnaktivität in Form von Alpha-Wellen im Frontalhirn. Der Erfolg von Neurofeedback bei Angststörungen konnte in mehreren Studien gezeigt werden, die eine deutliche Verbesserung der Symptome nach einigen Wochen Training feststellen konnten.</p>



<p>Eine Fallstudie eines Patienten mit generalisierter Angststörung veranschaulicht wie erfolgreich Neurofeedback bei diesem Krankheitsbild sein kann. Dabei handelte es sich um einen 28-jährigen Mann, der seit zehn Jahren an den Symptomen einer Angststörung leidet. Bei ihm konnte eine medikamentöse Therapie keine ausreichende Verbesserung der Symptome erzielen. Die Grafik zeigt seine Symptomveränderungen nach 30 Neurofeedbacksitzungen, innerhalb von zehn Wochen. Sie zeigt zum einen, dass sich die Symptome seinem Empfinden nach, verbessert haben und dass die Verbesserung auch ein Jahr nach Beendigung der Behandlung geblieben sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="566" src="https://praxis-jones.de/wp-content/uploads/2020/01/angststoerung-neurofeedback-1024x566.jpg" alt="Angststörung Neurofeedback" class="wp-image-688" srcset="https://praxis-jones.de/wp-content/uploads/2020/01/angststoerung-neurofeedback-1024x566.jpg 1024w, https://praxis-jones.de/wp-content/uploads/2020/01/angststoerung-neurofeedback-300x166.jpg 300w, https://praxis-jones.de/wp-content/uploads/2020/01/angststoerung-neurofeedback-768x424.jpg 768w, https://praxis-jones.de/wp-content/uploads/2020/01/angststoerung-neurofeedback.jpg 1044w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Angststörung Neurofeedback</figcaption></figure>



<p>Obwohl dieses Resultat nicht auf alle Betroffenen übertragen werden kann, zeigt es, dass die Belastung durch Angststörungen durch Neurofeedback verringert werden können. Der Patient ist außerdem eine Beispiel dafür, dass mit einer Angststörung häufig auch Symptome einer Depression auftreten, die durch Neurofeedback ebenfalls verbessert werden können.</p>



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<p><strong>Literatur</strong></p>



<p>Adolph, D., &amp; Margraf, J. (2017). The differential relationship between trait anxiety, depression, and resting frontal α-asymmetry. Journal of Neural Transmission, 124(3), 379-386.&nbsp;</p>



<p>Bandelow, B., Boerner, R.J., Kasper, S., Linden, M., Wittchen, H.U., &amp; Möller, H. J. (2013). The diagnosis and treatment of generalized anxiety disorder. Deutsches Ärzteblatt110(17), 300–10.&nbsp;</p>



<p>Jones, M., &amp; Hitsman, H. (2018). QEEG Guided Neurofeedback Treatment for Anxiety Symptoms. NeuroRegulation, 5(3), 85-85.&nbsp;</p>



<p>Kerson, C., Sherman, R. A., &amp; Kozlowski, G. P. (2009). Alpha suppression and symmetry training for generalized anxiety symptoms. Journal of Neurotherapy, 13(3), 146-155.&nbsp;</p>



<p>Mennella, R., Patron, E., &amp; Palomba, D. (2017). Frontal alpha asymmetry neurofeedback for the reduction of negative affect and anxiety. Behaviour Research and Therapy, 92, 32-40.&nbsp;</p>



<p>Moradi, A., Pouladi, F., Pishva, N., Rezaei, B., Torshabi, M., &amp; Mehrjerdi, Z. A. (2011). Treatment of anxiety disorder with neurofeedback: case study. Procedia-Social and Behavioral Sciences, 30, 103-107.&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://praxis-jones.de/neurofeedback-bei-angst-und-panikstoerungen/">Neurofeedback bei Angst- und Panikstörungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://praxis-jones.de">Praxis Steven Jones | Psychologe (M.Sc.)</a>.</p>
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